Weitwandern in Neuseeland zwischen November 2019 und Januar 2020


>> Lichtbildervortrag von Andrea Dorner-Schölch <<

zusammen mit Jan Frey

Wann:

>> Wegen Covid-19 vorsorglich auf unbestimmte Zeit verschoben <<


Es steht in unser aller Verantwortung, die Ausbreitung der derzeitigen Epidemie soweit möglich zu verlangsamen und einzudämmen. Aus diesem Grund und wegen des noch immer geltenden Verbotes von Veranstaltungen verschiebe ich den Vortragsabend auf einen späteren Termin - wann, ist in der unklaren Situation zur Zeit nicht sicher vorherzusagen.

Nehmen Sie die Bitte von Angela Merkel in Ihrer Ansprache vom 18. März ernst:

Halten Sie Abstand!



In diesem Sinne wünsche ich allen Gesundheit und Vernunft im Umgang mit dieser Krankheit.
Schönbrunn, den 10/05/2020

***



Der 19 Januar 2020 und nach 59 Tagen Abenteuer heißt es, Abschied zu nehmen von Neuseeland. Während ich zurückreise nach Deutschland, zieht vor meinem geistigen Auge die vielfältigen Landschaften an mir vorbei und ebenso die Erinnerung an die letzten zwei Monate. Die vielen Momente voller Emotionen, Augenblicke der Sprachlosigkeit, bis hin zum Freudentanz. Die vielen Begegnungen und Erlebnisse, aber auch Angst und Verzweiflung. Danke, Leben, für diese Fülle!

Hier noch ein Bericht über die Folgen der Unwetter auf NZ Anfang des Jahres....


Neuseeland - 59 Tage Wanderabenteuer

Das Land der langen, weißen Wolke Aotearoa liegt fast 20.000 km von Mitteleuropa entfernt. Dennoch ist es alljährlich ein Traumziel für viele, die sich von den faszinierenden Landschaften, der Freundlichkeit der Menschen, dem exotischen Flair und der besonderen Lage der beiden Inseln verzaubern lassen wollen. Viele kommen und reisen mit Wohnmobilen oder Mietwagen durch das Land. Doch einige möchten das Land noch intensiver erleben. Sie erwandern sich dieses Paradies am anderen Ende der Erde. 

Nur wo du zu Fuß warst, warst du wirklich! 

Unter diesem Motto habe ich im Frühjahr 2019 begonnen, meine Reise nach Neuseeland zu planen. Seit 2011 gibt es dort den weltweit jüngsten Fernwanderweg „Te Araroa“. Es ist insgesamt 3000 km lang, wobei ich schnell feststellte, dass ich nur eine der beiden Inseln in der zur Verfügung stehenden Zeit erwandern konnte. Während die Nordinsel viele relativ einfache Wanderstrecken bietet, ist die Südinsel ungleich anspruchsvoller. Im Norden erkauft man sich das schnellere Vorankommen mit vielen Kilometer Strassenlaufen, im Süden dagegen ist die Natur viel beherrschender.

Bald wurde mir klar, dass ich mehrmals einige Tage vollständig auf mich selbst gestellt sein würde. Ausserdem erforderte die begrenzte Zeit, dass ich topfit sein musste. Mehrere Tage mit Wanderstrecken über 30 km Wegstrecke und 1000 Höhenmeter oder mehr erforderten eine intensive Vorbereitung. Insbesondere, da man allen Proviant für mehrere Tage mit sich tragen muss.

Das Ziel war, in unter 60 Tagen die 1.400 km des südlichen Te Araroa zu erwandern. Um meine körperliche Fitness zu testen, durchwanderte ich im September 2019 zusammen mit einem Freund die Alpen. Trotz der gelegentlich schwierigen Wegverhältnisse und dem schweren Rucksack wanderten wir ohne größere Probleme bis nach Meran. Nach diesen zwei Wochen war klar: ich bin bereit für das große Abenteuer.

Dass dann doch der Plan komplett durcheinander gewürfelt werden würde, war zu dem Zeitpunkt nicht vorhersehbar. Denn die akribsch vorbereiteten und in Neuseeland dann verschickten „Lebensmittelpakete“ zu einzelnen "Versorgungspunkten" auf dem Te Araroa sollten sich noch als zu optimistisch herausstellen.

Der lange Flug von Frankfurt am Main über Singapore bis Christchurch hatte leider einen durchaus maßgebenden Einfluss auf meinen Neuseeland-Urlaub: Im vollbesetzten Flugzeug holte ich mir eine hartnäckige und kräftezehrende Grippe. Doch der eigentliche Grund dafür, dass ich den Te Araroa in diesem Urlaub nicht komplett erwandern konnte, waren die unmittelbar spürbaren Folgen des Klimawandels.

Während Australien unter Rekordhitze bis 45°C stöhnte und riesige Brände monatelang die Ostküste in Atem hielten, begann es in Neuseeland nach den ersten 10 Tagen auf dem Trail zu regnen. Nicht einfach nur Regen, sondern Sturzfluten, die Bäche zu Flüssen anschwellen ließen und Berghänge in Bewegung brachten. Auf dem Südteil des Te Araroa müssen über 200 Gewässer ohne Brücken gequert werden. Nachdem klar war, dass es nicht nur als Einzelwanderer, sondern sogar in Gruppen zu gefährlich sein würde, diese reißenden Ströme zu queren, wurden etliche Teilstücke des Fernwanderwegs gesperrt. Die Bergrettung flog mehrere Tage eingeschlossene Wanderer aus dem zum Teil menschenleeren Gebiet heraus.

Rettung per Hubschrauber

Auch ich musste, zusammen mit einem Pärchen aus Amerika diese Flugrettung in Anspruch nehmen. Am höchsten Pass des Te Araroa gab es kein Vor und Zurück mehr und wir wurden Ausgeflogen nach Nelson.

So kam es, dass ich ganz andere Teile des Landes zu sehen bekam wie geplant. Doch selbst nachdem fest stand, dass diesen Neuseeland-Sommer viele Ihren Plan der Durchwanderung des Te Araroa aufgeben mussten, erlebte ich wunderbare Momente, staunte über beeindruckende Landschaften, freundete mich mit Menschen an, genoss Gastfreundschaft und floh das ein oder andere Mal auch gerne wieder von Touristenzentren in die Einsamkeit der Neuseeländischen Natur.

Das große Ziel, es verwandelte sich in viele kleine Ziele, ohne dass der Zauber verloren ging. Diese Seite zeigt auf, was ich alles erlebt habe. Wer Fragen hat, der kann mir gerne ein Mail senden. Und wer spenden möchte, darf das auch sehr gerne tun.

   

***

REISEBLOG-Anfang: (immer aktuelle Informationen findet man auf der Tagebuch-Seite!)

Seit dem 20.11.2019 befinde ich mich auf dem bislang größten Wanderabenteuer meines Lebens.
Von Picton im Norden der Südinsel geht es Richtung Antarktis ganz hinunter bis Bluff im Süden.

Der Te Araroa wird ein langer Weg quer durch die südliche Insel von Neuseeland werden. Er ist der längste Wanderweg Neuseelands und wurde 2011 offiziell eröffnet. Der Te Araroa verbindet zum Teil weltbekannte Weitwanderwege miteinander und durchquert dabei beide Inseln. 1.400 km der insgesamt 3030 km liegen auf der Südinsel.

Oft werde ich auf dem Weg vollständig auf mich selbst gestellt sein. Darum habe ich auch alles notwendige vom Zelt über Lebensmittel und Kochgeschirr bis Wasserfilter dabei. Doch ein Rücken trägt nur begrenzt viel Gewicht und die Wanderung soll ja vor allem auch Freude bereiten. Wie das klappt, werde ich auf dem Weg herausfinden.

Da ich gerne fotografiere, werde ich so oft wie möglich während der Wanderung die Eindrücke mit den Menschen teilen, die meinen Weg verfolgen wollen. Auch werde ich ab und zu von besonderen Ereignissen und Erlebnissen berichten.

Wer dabei sein möchte, kann sich in eine Whatsapp-Gruppe eintragen lassen.
Bitte nehmt in dem Fall Kontakt mit mir auf: andrea.dorner@gmx.de

Da ich mit der Wanderung aber auch einen guten Zweck verfolge, besucht bitte auch meine

Spenden-Seite

***

Te Araroa - hiking for a good cause

Since 23 rd November 2019 a 57-year-old woman is on her long way Te Araroa to collect donations for the Doctors without Borders (MSF).

"Hiking is my life, photography is a passion and being there for people is my profession" says Andrea Dorner-Schölch from Germany about herself.

With her latest project she wants to animate people to support social causes and donate.

For the turn of the year 2019/2020, the 57-year-old has set a particularly ambitious goal:   She wants to hike the southern part of "Te Araroa" in 50 days. 12 time zones away from Germany she has started alone the 1.400 km long trail in Ship Cove, Picton. Remarkable 25-35 kilometres have to be hiked daily. The now world-famous long-distance trail often leads days far away from civilization. This means to be completely on your own - a physical and mental challenge.

In a symbolic way, anyone can support Andrea Dorner-Schalch in her project by donating money for every kilometre she has hiked. The donations go directly to the organization "Doctors without Borders", as war and hardship know no bounds, she complements concerning their work.

Here is the link to their donation site: https://donate.doctorswithoutborders.org/onetime.cfm

***

1.400 Kilometer von Picton bis Bluff